Eine Hommage an die wundervolle Verbindung der Passion Radsport und Wein. Oder warum Radsport und Wein einfach zusammen gehören und auch viele Profisportler, wie hier am Beispiel des Team BULLS dem Wein auf besondere Weise verbunden sind. Radfahren und Wein vereinigt eine tiefe Freundschaft. Die verbindensten Elemente dieser beiden Stoffe aus Carbon und dem Saft der Traube sind wohl der Genuss und die Freiheit. Wer sich auf sein Bike setzt, bewegt sich frei; wer Wein trinkt, genießt.

Dabei gibt es sicherlich auch die Extremen, denn Radsport und Alkohol haben ein hohes Suchtpotential, sind im übermäßigem Maße gesundheitlich bedenklich und können zu sozialer Ausgrenzung führen. Aber um diese soll es in diesem Artikel nur am Rande gehen.

Im gesunden Maß sind indes gerade diese drei Eigenschaften Sucht, Gesundheit und soziales Erlebnis die Symbiose aus Biken und Wein trinken. Eine gute Flasche Wein und eine Radtour mit Freunden hat etwas Verbindendes. Studien zufolge hat Wein gesundheitlich fördernde Eigenschaften, Radsport sowieso und beides verlangt nach mehr, sobald man auf den Geschmack gekommen ist. Wer zudem über einen gut sortierten Rad- und insbesondere Weinkeller verfügt, ist sich der Anerkennung seiner Bikekollegen sicher.

Wein und Sport, geht das?

Nun ist der Wein, speziell das darin enthaltene Ethanol kein Leistungsförderer. Alkohol hemmt den Regenerationsprozess, da es entwässert und vermehrt das Hormon Cortisol ausschüttet, welches katabol, also abbauend und damit dem gewünschten Regenerationsprozess entgegen wirkt. Eigentlich ist Alkohol nach harten Trainingseinheiten tabu. Dennoch sind dem Wein auch positive Eigenschaft anzuerkennen, welche durchaus sportlich förderlich sein können, natürlich in Maßen und zu gegebener Zeit.

Dabei spielen die positiven Inhaltsstoffe des Weins für das Herzkreislaufsystem eher eine Nebenrolle. Es sind viel mehr die Nebenfaktoren, die das Weintrinken als gesund gelten lassen. Wer Wein trinkt, macht dies meist ohne Hast und mit Ruhe, was wiederum positive Eigenschaften auf die Erholung hat. Um dem Geheimnis des „lebensverlängernden Elixiers“, weiter auf den Grund zu gehen, muss man wohl eine Sache herausstellen: Wein wird durchweg mit gesundem und ausgewogenem Essen zu sich genommen. Wein ist oft der Begleiter von frischem Gemüse, Olivenöl, hochwertigem Fisch und Fleisch. Dies ist ein Grund, warum den „weintrinkenden Nationen“ wie Italien, Spanien & Co eine hohe Lebenserwartung zugesprochen wird. Warum also nicht diese positiven Eigenschaften für den sportlichen Erfolg nutzen? Was zu einer gesünderen und längeren Lebenserwartung führen kann, sollte doch auch sportlicher Leistung zuträglich sein.

Das Beispiel: Team BULLS und der Wein

Die Nähe zum Wein ist beim Team BULLS fast schon wörtlich zu nehmen. Besonders bei Karl Platt und dem ehemaligen BULLS Profi Thomas Dietsch. Beide wuchsen in einer Weinregion auf und sind dort auch immer noch beheimatet. Bei Thomas Dietsch stellte sich sogar nach dem sportlichen Karriereende die Frage, ob er die vier Hektar Weinland seiner Schwiegereltern übernimmt, um Winzer im französischen Elsas zu werden. So romantisch ihm der Gedanken damals auch vorkam, so unromantisch ist wohl das tägliche Geschäft. So entschied er sich dann doch, der Marke BULLS im französischen Raum im Bereich Marketing treu zu bleiben und sich dem Wein lieber vermehrt in seiner Freizeit in flüssiger Form zu widmen.

Osthofen im Rheinland ist vor allem für die weiße Traube und dem daraus entstehenden Riesling bekannt, wenn auch eher unter Weinkennern. Der dort hergestellte „Blutsbruder“ des Winzerkellers Karl May ist die erste Wahl vom Team BULLS Kapitän Karl Platt. Der Bike Profi ist beim Dorfansässigem Winzer ein oft und gern gesehener Gast, auf dessen Urteil er etwas gibt. Selbstredend das bei einem Besuch die neusten Jahrgänge durchprobiert und gefachsimpelt wird wie bei Sommeliers einer Sterneküche.

Bei diesem Interesse für den Wein, kann es durchaus vorkommen, dass beim Abendessen des Teams lauthals über die Weine und Geschmäcker dieser Welt schwadroniert wird. Gerade Karl Platt gibt sich, mit dem im Weinkeller angeeigneten Wissen, mit süffisanten Urteilen als Weinliebhaber zu erkennen. Sein Team Kollege Tim wohnt mit Frankfurt zwar nicht in einer Weingegend, besitzt aber mit über 100 ausgewählten Flaschen die umfangreichste Weinsammlung im Team BULLS. Eine besonders große Auswahl stammt aus Südafrika, wo das Team sich im Frühjahr vermehrt auf das Cape Epic vorbereitet und die Gelegenheit nicht auslässt, sich durch die einzelnen Weinanbaugebiete zu kosten.

Zwar sind Simon Stiebjahn und Urs Huber nicht ganz so dem Wein verschrieben wie ihre drei Teamkollegen, dennoch verbindet sie mit allen passionierten Radsportlern eines ungemein, ob Weinliebhaber oder nicht: Die Lust in Weinregionen zu trainieren teilen alle Radpsportler. Oder was gibt es schöneres als durch Weinanbaugebiete mit dem Rennrad oder Mountainbike zu fahren, um die Freiheit zu schmecken und sich Appetit auf ein gutes Glas Wein zu holen.

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