Je näher der persönliche Hauptwettkampf rückt, desto unsicherer werden die meisten Radsportler im Training. So passiert es nicht selten, dass der wichtigste Radmarathon im Jahr schief läuft, da in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung zu viel Fehler passieren. Seien Sie clever und bewahren Sie Ruhe und trainieren seriös weiter.

Wer in der letzten Woche sein versäumtes Training nachholen will, hat schlechte Karten. Dies ist nicht möglich, denn bis der Trainingsimpuls ankommt, wo er ankommen soll, dauert es ca. drei Wochen. Soll heißen: der Trainingseffekt des heutigen Trainings spiegelt sich langfristig erst nach ca. drei Wochen wider. Somit geht es in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung nur noch darum, möglichst das Leistungsoptimum am Wettkampftag abrufen zu können. Wichtig ist, frisch aber doch vorbelastet an der Startlinie zu stehen. Wie in der Trainingsplanung üblich, spielt auch hier wieder die individuelle Komponente die größte Rolle. Jeder Radsportler fährt am besten Rennen mit einem unterschiedlichen Muskeltonus (Spannung). Der eine sollte deshalb eher ausgeruhter in den Wettkampf starten und der andere etwas mehr vorbelastet. Deshalb ist es wichtig, dass Rennradfahrer oder Mountainbiker hier Erfahrung sammeln oder sich an einen erfahrenen Trainer wenden.

 

Die optimale tapering Woche vor dem Wettkampf:

Montag: Ruhe!

Dienstag: Lockere Einheit, max. 2 Stunden, im GA1-Bereich

Mittwoch: Intensive Einheit mit Intervallen, am besten am Berg, z.B. 2-4 x 4min EB -> Wettkampftempo mit 5min Pause, Gesamtlänge ca. 2 Stunden

Donnerstag: Lockere Einheit, max. 2-3 Stunden, im GA1-Bereich

Freitag: Ruhe!

Samstag: Vorbelastung, z.B. 2 x 2 min EB -> Wettkampftempo mit 5 min Pause, Gesamtlänge ca. 45 min bis 1:30 Stunden, im GA1-Bereich

Sonntag: Warmfahren von ca. 20 min mit einer kurzen Belastung, z.B. 2 x 1min GA2 – EB-Bereich.

 

Erklärung zum Tapern in der Trainingswoche:

Die Tage Montag und Dienstag stehen im Zeichen der Regeneration und sollen mit einer lockeren Einheit die Erholung verbessern.

Wichtig ist, dass am Mittwoch oder Donnerstag eine intensivere Belastung stattfindet, damit sich der Körper auf die Rennbelastung einstellen kann (Laktatbildung- und Abbau etc.). Bei Rennradfahrern oder Mountainbikern, die eher länger für die Regeneration brauchen, empfiehlt es sich die Belastung am Mittwoch zu fahren, bei einem guten Leistungsstand kann die Belastung auch am Donnerstag gefahren werden.

Freitag ist Ruhe angesagt, am Samstag eine kurze Vorbelastung. Hier passieren die meisten Fehler! Deshalb am Tag vor dem Wettkampf alle Kräfte sparen und wirklich nur eine kurze Vorbelastung absolvieren.

Für den Renn-Sonntag gilt: Einfahren ist das A und O, sonst ist der Start doppelt hart und man vergeudet unnötige Kräfte gleich zu Beginn.

Und dann natürlich das aller wichtigste für einen erfolgreichen Wettkampf:

Viel Glück!