Intervalle, Krafttraining, Feldtests, Renntaktik, Erholung… Seien Sie zum Saisonende experimentierfreudig und schieben Sie Ihr Leistungslevel jetzt schon eine Stufe höher für eine gute Performance in 2016.

Je höher das Ausgangs-Niveau 2016, desto höher das Eingangs-Niveau in 2017

Dies mag vielleicht simpel klingen, doch die wenigsten Radsportler berücksichtigen es und lassen die Rennrad- oder Mountainbike-Saison einfach ausplätschern. Beenden Sie die Radsport-Saison mit einem Knall, auf Ihrem höchstmöglichen Leistungsniveau. Behalten Sie dafür ihre Trainingsstruktur bei und nehmen Sie weiterhin an Wettkämpfen oder RTFs teil.
Tipp: Beenden Sie die Saison mit einem Highlight, das Sie bis zum Schluss motiviert hält. Sei es ein Wettkampf oder eine 200Km-Tour, Hauptsache Sie sind bis zum Ende motiviert! Danach setzten Sie einen bewussten „Break“, um Kraft zu tanken für die neue Saison.

Riskieren Sie mal was und seien Sie experimentierfreudig

Durch die Saison 2016 haben Sie etliche Kilometer in den Beinen, eine gute Voraussetzung, um härter zu trainieren. Darüber hinaus können Sie das ein oder andere für sich auszuprobieren. Blicken sie nach vorne:

Welches Trainingsprogramm könnte Sie in 2017 noch besser machen? Hochintensives Training, Bergtraining, Tempo-Training, Sprints, ganz lockere Ausdauerfahrten…?! Sie haben etwas über eine interessante Trainingsform gelesen?! Dann probieren Sie diese doch einfach für sich aus und achten Sie darauf, wie Ihr Körper reagiert.

Stehen letzte Wettkämpfe an? Auch hier können Sie an verschiedenen Vorbereitungsprogrammen feilen und im Radmarathon mal eine andere Taktik fahren. Sie haben nichts zu verlieren und gehen nur klüger aus dieser Experimentierphase und aus der Saison 2016 hervor. Bald kommt die „Off-Season“, dann bleibt genug Zeit zur Erholung.

Setzen Sie die Basis für Ihr Krafttraining schon jetzt

Wollen Sie Ihre Kraftpotenziale in 2017 richtig ausschöpfen und sich durch ein Maximalkrafttraining mit hohen Gewichten verbessern? Dann sollten Sie bereits jetzt mit der Eingewöhnungsphase beginnen. Denn diese umfasst sechs Wochen, in der rein der Bewegungsapparat geschult wird. Erst nach dieser Phase kann mit höheren Gewichten gearbeitet werden. Gerade wenn Sie mit einer Freihantel arbeiten wollen, sollten Sie diese lange Eingewöhnungsphase mit ca. 2-Krafteinheiten pro Woche einhalten.

Ermitteln Sie den Status Quo

Sie fühlen Sich gerade richtig fit?! Aber wie fit sind Sie wirklich? Ermitteln Sie gegen Ende der Saison Ihr höchstes Leistungsvermögen mit diversen Tests: Sei es im Labor anhand eines Laktattests, um Ihr Ausdauerleistungsvermögen zu ermitteln, oder auf dem Rennrad/ Mountainbike mit einem klassischen „Critical Power Test“ (20minütiges Zeitfahren). Auch ein Sprint (Peakpower), 30Sek, 1min, 3min, und 5min kann Auskunft geben über Ihr aktuelles Leistungsvermögen. So können Sie interessante Referenzwerte abbilden für Vergleiche im Frühjahr. Damit wissen Sie bspw. in der nächsten Saisonvorbereitung, wie groß die Diskrepanz zu Ihrer Top-Leistung ist. Und können Ihr Training darauf ausrichten.

Setzen Sie einen „Break“ und blicken Sie zurück

Setzten Sie im Zeitraum Oktober/ November einen Break. Eine ca. dreiwöchige Pause wird Ihnen gut tun und wie eine Frischzellenkur für Körper und Geist wirken. Wer nicht all zu viel an Fitness einbüßen will, kann ein lockeres Training während dieser Zeit durchführen, aber am besten nicht auf dem Rad. (Wer auf Maximalkrafttraining setzt, sollte dieses Training in der Pause nicht aussetzen.) Nutzen Sie die Zeit, um Bilanz zu ziehen und die Planung für die neue Saison zu fixieren. Welche Trainingsformen und Wettkämpfe waren gut, wo liegen die Potenziale und welche Schwächen sollten gezielt abgestellt werden!? Damit läuten Sie die Vorbereitung für 2016 perfekt ein. Und vielleicht lassen Sie sich für 2017 sogar von einem eigenen Trainer professionell coachen!?

Aber vorerst wünsche ich uns einen schönen, goldenen Radsport-Herbst 2016 !