Powermeter (Leistungsmesssystem) haben sich im Profizirkus in den letzten zehn Jahren durchgesetzt und das Training revolutioniert. Es gibt kaum noch Radprofis, die ohne einen Powermeter trainieren. Auch immer mehr passionierte Rennradfahrer und Mountainbiker rüsten ihr Carbongeschoss mit einem Powermeter auf. Nachdem sich die Herzfrequenzmessung (1.0) bei Radsportlern etabliert hat, steht die Trainingssteuerung nach Leistung (2.0) immer noch vor dem großen Durchbruch.

Gerade für Berufstätige, wie auch ich einer bin, ist ein Powermeter ein adäquates Mittel, den Trainings-Output zu verbessern und möglichst viel Qualität ins Training zu bringen. Bei mir persönlich kam der Entschluss zum Kauf dadurch, dass ich trotz steigendem Arbeitspensum, weiter konkurrenzfähig bleiben wollte. Der Kauf hat sich mehr als ausgezahlt…

Zeit weiter darüber aufzuklären.

 Herzfrequenz vs. Leistung

Die Frage heißt nicht, Herzfrequenz- oder Leistungsmesser. Für die Trainingssteuerung benötigt man immer noch beide Parameter. Dennoch lässt sich ein Training über die Leistung exakter umsetzen und damit den Trainingsoutput erhöhen. Im Gegensatz zur Herzfrequenz gibt es bei der Leistung keine weiteren Einflussfaktoren. Die Herzfrequenz ist beispielsweise abhängig vom aktuellen Fitnesszustand, der Außentemperatur, der Trittfrequenz, der Ernährung… Dadurch wird eine genaue Steuerung fast unmöglich. Die Leistung ist quasi Wetterunabhängig, was sie damit unbestechlich macht. Wer sich für ein Training mit Powermeter entscheidet, der wird von da an die Leistung über die Herzfrequenz stellen und sein Training vornehmlich nach angezeigtem Wattwert steuern. Dennoch bleibt die Herzfrequenz ein wichtiger Faktor und gibt dem Rennradfahrer Informationen über die aufzubringende körperliche Arbeit während des Trainings. Erst die Kombination von beiden Parametern macht das Training richtig erfolgreich.

 Exaktere Trainingssteuerung

Wie gerade beschrieben, unterliegt die Leistung keinerlei Einflussfaktoren. So kann ein Training konstant in den vorgegebenen Trainingsbereichen umgesetzt werden. Da die Leistung in „Echtzeit“ angezeigt wird, kann man bei Abweichungen sofort reagieren und das Tempo der Trainingsvorgabe anpassen. Das Ausdauertraining wird effektiver, da Autobahnbrücken, Gegenwind, welliges Terrain etc. so nicht mehr zu ungewollten Tempoverschärfungen führen. Diese Gleichmäßigkeit fördert den Trainingsoutput, denn der gewünschte Effekt auf den Fettstoffwechsel wird dadurch beim Ausdauertraining optimiert. Eine besondere Rolle fällt dem Powermeter beim Intervalltraining oberhalb der anaeroben Schwelle zu. Die Herzfrequenz hinkt der gefahrenen Leistung in diesen Bereichen hinterher. So erreicht man bspw. erst nach ca. 1-2 Minuten die angestrebte Intensität. Per Powermeter lässt sich das intensive Training aber schon nach der ersten Sekunde direkt ansteuern. Das Powermeter hat in diesem Bereich quasi eine kleine Revolution im Training ausgelöst.

 Intervalltraining mit Powermeter

Das Leistungsniveau von Profisportlern ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dies ist neben vielen weiteren Faktoren auch eine Errungenschaft des Powermetertrainings. Denn das für Radsportler so wichtige Intervalltraining kann mit einem Powermeter viel besser angesteuert werden. So ist schon ab dem ersten Tritt die Leistung erkennbar und kann über den gesamten Intervallzeitraum gleichmäßig gehalten werden. Leistungseinbrüche und körperliche Ermüdungserscheinungen sind sofort zu erkennen. Diese exakte Intensitätssteuerung, macht das Intervalltraining so erfolgreich und man läuft nicht so schnell Gefahr in ein Übertraining zu kommen.

 Pacing: Bekommen Sie ein Gefühl für die Wettkampfgeschwindigkeit

Der Profi- Straßensport macht es vor, dort wird die Teamtaktik in „Watt“ vorgegeben. Um den Kapitän erfolgreich über den Berg zu bringen und dabei die Gegner zu schwächen, wird im Anstieg eine Zielleistung vorgegeben. So wird über die Pacing- Strategie ein gleichmäßigeres und damit höheres Grundtempo über die gesamte Länge des Anstiegs erreicht. Das Team Sky hat diese Taktik anschaulich dargestellt und zwei Tour Siege eingefahren. Auch Freizeitfahrer können davon profitieren und ihre Leistung am Anstieg durch ein Pacing verbessern. Dafür sind jedoch zwei Dinge Voraussetzung: Zum einen muss die zu fahrende Ausdauerleistungsgrenze über die gewünschte Länge bekannt sein und zum anderen, braucht man dafür einen Powermeter.

Wer sich über Produkte & Preise etc. weiter informieren will, der findet hier einen guten Überblick: Radlabor-Shop