Ziel eines Trainings- Camp ist es, die Ausdauerleistungsfähigkeit zu verbessern und damit das allgemeine Leistungsniveau anzuheben. Doch damit das Trainings- Camp wirklich den gewünschten Effekt hat, lohnt es sich strategisch an die Sache heranzugehen. Dafür sollten Sie folgende Eckpfeiler setzen: Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Dann wird Ihr Trainings- Camp auch zum Erfolg und die Reise im Frühjahr in südliches Gefilde zahlt sich doppelt für Sie aus.

Planung:

Das Trainings- Camp fängt nicht mit dem Anreisetag an, sondern mit der Planung des Zeitpunktes. Wichtig ist, dass Sie zum Start des Trainings- Camp schon ausreichend Kilometer in den Beinen haben. So können Sie zum einen ein höheres Pensum absolvieren, andererseits machen Sie nicht gleich nach drei Tagen schlapp.

Vorbereitung:

Im Fokus des Trainings stehen die letzten drei Wochen vor dem Trainings- Camp. Die erste Woche stellt den Schwerpunkt in der unmittelbaren Vorbereitung dar, deshalb steigern Sie in dieser Woche den Umfang und die Intensität um ca. 30- 50% ihres normalen Pensums. In der folgenden Woche setzen Sie auf Regeneration und erholen sich mit ein paar lockeren Ausfahrten. Die Woche direkt vor der Abreise sollten Sie nur ca. 50% ihres normalen Pensums trainieren, damit Sie erholt anreisen.

Durchführung:

Das Trainings- Camp beginnt und endet mit einer lockeren Einheit von ca. 2-3 Stunden. Ein Trainings- Camp ist keine Radsport Challenge, bei der es darum geht, den möglichst höchsten Schnitt zu fahren, Bergpreise zu gewinnen oder seine Kollegen abzuhängen. Beeindrucken Sie Ihre Mitstreiter lieber bei folgenden Wettkämpfen und fahren Sie im Trainings- Camp diszipliniert im Ausdauerbereich. Überfordern Sie sich nicht, steigern Sie langsam den Umfang und setzen Sie Ihre Ruhetage rechtzeitig. Nie mehr als drei Tage am Stück trainieren, bei intensiveren Einheiten nach zwei Tagen Ruhe einlegen. Trainieren Sie konsequent nach Ihren individuellen Trainingsbereichen und schauen Sie, dass Sie das Training gleichmäßig durchführen können. Je kleiner die Trainingsgruppe (4-6 Mann) desto besser lässt sich das Training umsetzten.

Nachbereitung:

Erholen Sie sich ausreichend, aber nicht zu lange. Gönnen Sie sich nun die wichtige Regeneration, Sie sollten aber nach ca. drei Tagen wieder beginnen langsame Einheiten auf dem Rad zu absolvieren. Fühlen Sie sich nach einer Woche wieder halbwegs fit, können Sie ein paar maximale Sprints einlegen (3×30 Sek. mit 10 Min. Pause), um nach der Ruhephase den gesamten Organismus wieder zu aktivieren.

Mit diesen Grundprinzipien wird Ihr Trainings- Campein voller Erfolg:

  • Absolvieren Sie vor dem Trainings- Camp einen Laktattest und ermitteln Ihre aktuellen Trainingsbereiche
  • Sammeln Sie schon vor dem Trainings- Camp ausreichend Kilometer – mindestens 1.000 Kilometer oder 30-50 Stunden
  • Setzten Sie einen Trainingsschwerpunkt drei Wochen vor dem Start
  • Gehen Sie frisch und erholt ins Trainings- Camp
  • Legen Sie einen Ruhetag vor dem Abreisetag ein
  • Akklimatisieren Sie sich und fangen Sie langsam an zu trainieren
  • Überfordern Sie sich nicht und steigern Sie langsam Umfang und Intensität
  • Regenerieren Sie sich nach dem Trainings- Camp ausreichend, passiv wie aktiv
  • Trainieren Sie nach Herzfrequenz oder Leistung (Watt) mit einem Powermeter